Über eine Million Schüler melden sich zu Filmwochen an

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Mit über 1.060.000 Anmeldungen und der Teilnahme von mehr als 25.000 zusätzlichen Besucherinnen und Besuchern gegenüber dem Vorjahr erreichten die SchulKinoWochen 2025/26 in mehr als 850 Kinos neue Höchstwerte. Besonders in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen stiegen die Zahlen deutlich. Insgesamt nutzten rund ein Drittel aller Schulen und acht Prozent aller Schülerinnen und Schüler das Angebot, um gemeinsam Filme zu sehen und ihre Medienkompetenz zu erweitern reflektiert, kritisch, nachhaltig.

060.000 Schüler melden sich bundesweit bei SchulKinoWochen 2025/26 an

Mit Abschluss im März verzeichneten die SchulKinoWochen 2025/26 neue Bestwerte: Rund 1.060.000 Schülerinnen und Schüler meldeten sich in mehr als 850 Kinos an, das sind 25.000 Anmeldungen mehr als im Vorjahr. Besonders in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen stieg die Teilnehmerzahl auf ein bislang unerreichtes Niveau. Träger des bundesweiten Bildungsprojekts sind VISION KINO und verschiedene Landespartner, die gemeinsam Deutschlands größtes Filmbildungsangebot realisieren und Medienkompetenz fördern sowie kritisches Denken anregen.

Großbildformat und Diskussionen fördern Medienkompetenz und reflektiertes Sehen nachhaltig

Im Kino erleben Jugendliche Filme als multisensorische Inszenierung, bei der Bildgröße und Klangkulisse intensives Erleben ermöglichen. Die filmsprachliche Analyse in der Sequenzarbeit schärft den Blick für Erzählstrukturen, Kameraführung und Montagen. Direkte Nachbesprechungen in moderierten Runden regen Schüler zur Reflexion eigener Erfahrungen und zur Diskussion gesellschaftlicher Bezüge an. So entsteht eine praxisnahe Förderung von Medienkompetenz, kritischer Urteilsbildung und sozialem Lernen in einem gemeinschaftlichen Bildungsrahmen. Die Kombination dieser Elemente schafft nachhaltig Lernimpulse.

Schüler erleben in Bundesländern exklusive Vorpremiere Das Geheime Stockwerk

Bei der Eröffnung in Hamburg präsentierten Cellistin Kirscha Weber und Pianist Ernst Bechert ein Stummfilmkonzert zu „Lütte“, das die filigranen Bilder durch live gespielte Musik emotional unterlegte. Parallel dazu boten die Veranstalter in mehreren Bundesländern Schulklassen ab Jahrgangsstufe fünf die exklusive Möglichkeit, den Abenteuerfilm „Das Geheime Stockwerk“ vor Kinostart zu sehen. In anschließenden Gesprächen tauschten sich die Jugendlichen mit Regisseurinnen, Kameraleuten und Akteuren offen aus und vertieften ihr Filmverständnis deutlich.

Alain Bergala diskutiert französische Filmgeschichte nach Doppelvorstellung Godard Linklater

Zum 20-jährigen Bestehen der SchulKinoWochen Hessen feierte man mit einer Doppelsitzung von zwei maßgeblichen Filmen der Nouvelle Vague. Auf Jean-Luc Godards kultige A Bout de Souffle folgte Richard Linklaters kritisches Essaywerk Nouvelle Vague. Im Anschluss beantwortete der aus Paris anreisende Experte Alain Bergala in einem moderierten Gespräch zahlreiche Fragen der teilnehmenden Oberstufenschüler, die sich besonders für die Entstehungsgeschichte und filmtheoretische Besonderheiten der französischen Filmbewegung interessierten. Dabei vermittelte er fundiertes Hintergrundwissen.

Filmgespräch mit Wim Wenders, Dresen, Stieler, Ilter sowie Regisseurinnen

Schulklassen im regulären Programm der Veranstaltungsreihe hatten Gelegenheit, namhafte Filmschaffende kennenzulernen: den Filmemacher Wim Wenders, Schöpfer von „Die Gebrüder Skladanowsky“, die Autorin zahlreicher Drehbücher Laila Stieler, den preisgekrönten Regisseur Andreas Dresen („In Liebe, Eure Hilde“), die Darstellerin Halima Ilter („Sieger sein“) sowie die Regisseurinnen Cornelia Grünberg („Achtundzwanzig – Der Weg entsteht im Gehen“) und Martina Priessner („Die Möllner Briefe“). Die Gespräche im direkten fachlichen Dialog thematisierten künstlerische Herangehensweisen und Produktionsabläufe.

Experten diskutieren in über 600 Filmgesprächen Nachhaltigkeit und Zukunftsmedizin

Als Kooperationsprojekt mit der Bundeszentrale für politische Bildung präsentiert die Sonderreihe „Demokratische Grundrechte schützen“ den Dokumentarfilm Hinter den Schlagzeilen als zentrales Element. Zusätzlich stellten die ausgewählten Beiträge zu den „17 Zielen – Kino für eine bessere Welt“ sowie zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft vielfältige Themen zur Diskussion. In mehr als sechshundert moderierten Sitzungen diskutierten Wissenschaftlerinnen, Experten und zivilgesellschaftliche Akteure die Inhalte im Kontext demokratischer Werte und globaler Herausforderungen.

Beliebte Ganztagsveranstaltung analysierte DDR-Klischees in Filmen für kritisches Hinterfragen

Dozenten profitierten von einem umfangreichen Portfolio aus didaktischen Materialien, digitalen Lernmodulen und spezialisierten Fortbildungsangeboten. Besonders hervorstach das eintägige Symposium „Damals in der DDR: Zwischen Staatssicherheit und Ostalgie?“, das in enger Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung organisiert wurde. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden gängige Filmklischees systematisch analysiert und neue Unterrichtsansätze präsentiert, um Schüler für differenzierte historische Perspektiven zu sensibilisieren und ihre kritische Medienkompetenz nachhaltig zu stärken, zielgerichtet pädagogisch ergänzend.

VISION KINO realisiert mit den SchulKinoWochen ein umfangreiches Bildungsprogramm, das filmische Unterhaltung und Lernen verbindet. Anmeldungen aus bundesweit mehr als 850 Kinos ermöglichen die sinnliche Kraft der großen Leinwand gepaart mit zielgerichteten Gesprächsrunden. Schülerschaften schulen ihr analytisches Sehen und erweitern ihre mediale Reflexionsfähigkeit. Thematische Reihen zu Gesellschaft, Umwelt und Forschung, ergänzt durch digitale Lehr- und Arbeitsmaterialien, schaffen nachhaltige Impulse für kritische Auseinandersetzung im Unterricht und interaktive Workshops in lokalen Kinos.

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